Die Stars des Weins Teil 3

Die Stars des Weins: Teil 3

Natürlich gibt es eine große Zahl spezialisierter Zeitschriften, Journalisten und Blogger, die die Macht der Information beherrschen. Sie sind fast ebenso wichtig wie die Weine selbst, denn dank ihnen erhalten wir sowohl spezifisches als auch allgemeines Wissen über Weine aus aller Welt. Wir teilen nicht immer ihre Meinung – was normal ist, denn wir alle tragen einen Kritiker in uns –, dennoch sind sie eine wichtige Referenz.

Logischerweise gibt es auch hier eine Elite, echte „Wine Stars“. Unbestreitbar ist Robert Parker der Star dieser Szene. Dieser ehemalige amerikanische Anwalt gründete vor vielen Jahren die Fachzeitschrift Wine Advocate (https://www.robertparker.com/) und machte damit Weine von allen Kontinenten für alle Liebhaber dieser Welt zugänglich. Parkers Bewertungen sind zu einem Maßstab bei der Weinauswahl geworden. Parkers Vertreter in unserem Land ist Luis Gutiérrez, der außerdem für Argentinien, Chile und – kurioserweise – den Jura zuständig ist.

Vielleicht ist Parker die medial bekannteste Referenz, doch es gibt weitere Stars, die ebenso hell leuchten. James Suckling ist ein weiterer großer Kritiker, dessen Meinungen und Bewertungen stets besondere Beachtung verdienen. Bis 2010 war er Chefredakteur der bedeutenden Zeitschrift Wine Spectator. Nach seinem Weggang gründete er sein eigenes Portal: https://www.jamessuckling.com. Seit Jahrzehnten ist auch Jancis Robinson, britische Journalistin und Master of Wine, eine der wichtigsten Persönlichkeiten, sowohl auf didaktischer als auch auf kritischer Ebene. Gleiches gilt für Hugh Johnson, der zusammen mit Robinson The World Atlas of Wine verfasst hat – ein unverzichtbares Nachschlagewerk für jeden Weinliebhaber. Oz Clarke und André Dominé sind zwei weitere bedeutende Vermittler, deren Bücher uns viele Informationen über Weine und Weinregionen liefern.

In Spanien haben wir ebenfalls einen maßgeblichen Kritiker: José Peñín, der jedes Jahr Der Peñín-Guide veröffentlicht, der den Weinen unseres Landes gewidmet ist.

Innerhalb der Welt des Naturweins sticht Alice Feiring hervor, eine leidenschaftliche Verteidigerin dieser Weine und Vertreterin einer Haltung, die der von Robert Parker entgegengesetzt ist. Ich empfehle eines ihrer Bücher: Der Kampf um Wein und Liebe oder wie ich die Welt vor der Parkerisierung rettete. Ich halte es für Pflichtlektüre – zudem ist es lehrreich und sehr unterhaltsam.

Abschließend muss dieser Beitrag mit dem jüngsten „Wine Star“ enden: Santiago Rivas, auch bekannt als Colectivo Decantado. Informalität im Wein. Seine Artikel sind stets interessant sowie nahbar und für jedes Publikum gut verständlich.

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